Hackathon für die Gesundheit!

Hackathon für die Gesundheit

Was beim #WirVsVirus-Hackathon am 21./22.03. bewegt wurde, ist schier unglaublich. Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, konstatierte: „Das war der größte Hackathon aller Zeiten“. Und Mitarbeiter der AOK Systems waren dabei!
 
Eine Initiative die seinesgleichen sucht
Gemeinsam arbeiteten 1.500 Teams an den 800 ausgewählten Herausforderungen. Die Ergebnisse geben vielen Menschen Hoffnung. Die Teams haben viele konkrete Lösungsbausteine für die gesellschaftlichen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Krise auf den Weg gebracht.
 
 
Projekte-Parade
Alle Pitch-Videos sind auf der Youtube-Playlist von „Der Hackathon der Bundesregierung“ zu finden. Damit alle Videos gesehen werden können, wird die Reihenfolge der Playlist in den ersten Tagen zufällig dargestellt. Das öffentliche Stimmungsbild geben die “Likes” wieder. Ziel ist es, ein weiteres Beteiligungsformat anzubieten. Die Rückmeldungen spiegeln, welche Lösungsansätze sich Bürgerinnen und Bürger am meisten wünschen.
 
 
Auswahlprozess
Parallel dazu werden kleine Gruppen aus Mentoren, Vertretern der Bundesregierung, der Zivilgesellschaft und der Tech-Community alle Projekte nach den bereits vorgestellten Kriterien evaluieren. Basierend auf der Einschätzung dieser Gruppen erhalten Projekte noch eine offizielle Auszeichnung.
 
 
Weiterentwicklung der Lösungen
Alle Mitwirkenden dürfen an den Lösungen und Anwendungen weiterarbeiten. Gerade in dieser ernsten Lage, in der jeder Tag zählt, möchte die Bundesregierung die Projekte weiter vorantreiben. Eine Mitarbeit an den Projekten ist daher ausdrücklich erwünscht.
 
 
Ein digitales Unterstützungsprogramm
Die nachhaltige Wirkung der gemeinsamen Arbeit hängt von der Weiterentwicklung und Umsetzung der Lösungen ab. Daher gilt es das, was an diesem Wochenende gewachsen ist, jetzt zu verstetigen. Es sollen über 100 Initiativen über die kommenden Wochen und Monate gefördert werden – unter anderem mit bedarfsgerechten Ressourcen, Mentoren und gezielter Vernetzung mit relevanten Akteuren. Dafür setzen Bundesregierung und weitere Akteure gerade ein digitales Unterstützungsprogramm auf, das kurzfristig und langfristig unterstützen kann.
 
 
Mitarbeiter der AOK Systems engagieren sich
 
Martin Hofmann, Mitarbeiter Architektur
In der Arbeitsgruppe „38 Daten“ analysieren wir, welche Datenquellen bereits frei verfügbar sind und wie Prozesse zur Versorgung dieser Datenquellen aussehen. Wir gehen hier ähnlich wie bei der Analyse von GKV-Prozessen vor. Es wurden Interviews mit verschiedenen Fachspezialisten geführt. Z.B. mit Ärzten aus Krankenhäusern, Verwaltungsangestellten und Forschern, im Internet recherchiert, welche Datenquellen existieren und vor allem das Know-how der Teilnehmer der Arbeitsgruppe über die Datenquellen zusammengetragen. Nach und nach ergibt sich aus den einzelnen Blitzlichtern dann ein Bild, wie die Prozesse laufen und welche Datenquellen miteinander verbunden werden sollten und können. Ein Szenario für das Verbinden von unterschiedlichen Datenquellen: die Anzahl von Infektionsfällen in einer Region in Kombination mit der vorhandenen Infrastruktur und der Auswertung von Twitter-Nachrichten. Die Daten bezüglich der Infektionsfälle stammten vom RKI und die Daten für die Infrastruktur aus den öffentlichen Open Data-Projekten von Kommunen (z.B. https://www.offenedaten-koeln.de/). Der nächste Schritt ist, die häufig unstrukturierten Datenquellen in ein strukturierteres Format zu konvertieren, miteinander zu verbinden und anderen Entwicklern in Form von definierten APIs zur Verfügung zu stellen. Die Entwickler visualisieren dann die Informationen z.B. in Form von Kartendarstellungen, wie wir sie aus dem oscare® GEO-Projekt bereits kennen. Beispielweise stellt sich aktuell die Frage, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn ein Krankenhaus überlastet wird. Wie verändern sich dann die Patientenströme? Was bedeutet das für die Region? Wir setzen hierbei wiederum Techniken und Technologien ein, die uns aus dem oscare® connect und CX-Umfeld vertraut sind. Die APIs werden nach der open API Spezifikation beschrieben, basieren häufig auf Java bzw. Spring und werden dann auf skalierbaren Plattformen wie der AWS deployed. Auswertungen erfolgen zum Beispiel mit Grafana.
 
 
Nora von Harten, Mitarbeiterin Kompetenz Center Leistungen
Das Team "1591_datengetriebene_entscheidungsfindung" hat sich überlegt, wie man evidenzbasiert Entscheidungsträger u.a. auf kommunaler Ebene unterstützen kann. Als potenziell relevante Kernfaktoren für ein Vorhersage-Modell gehört die Fallzahlenentwicklung, die Altersstruktur, die Bevölkerungsdichte, der Status der einzelnen Maßnahmen, die zugehörigen Daten der umliegenden Landkreise sowie die Kapazitäten von erreichbaren Kliniken. Zum Teil sind diese Daten schon maschinenlesbar verwertbar, wohingegen gerade Maßnahmen und geographische Distanz zwischen Gemeinden aktuell noch nicht vorliegen. Daten zu Klinikkapazitäten und Auslastung sind derzeit auch noch nicht miteinbezogen. Mit einem einfachen linearen Regressionsmodell verifizierte das Team die Modellierung und die grundsätzliche Möglichkeit der Vorhersage von Fallzahlen. Die Visualisierung soll am Ende - auf Basis der Vergangenheitswerte - darstellen, welche Landkreise zukünftig wie stark betroffen sind und ob die Kapazitäten hierfür ausreichen. Zudem wird die Effektivität der Maßnahmen aufgezeigt.
 
Beispieldarstellung Baden-Württemberg vom 22.03.
Felix Buerling, Mitarbeiter Kompetenz Pool bei der AOK Systems
In dem Projekt "1_035_bedingungsloses_grundeinkommen" geht es um die Erarbeitung einer Bundestagspetition. Die schnelle und unbürokratische Ausschüttung eines Basiseinkommens #jetztBE in Höhe von 1.000 Euro soll über einen Zeitraum von 3-6 Monaten jedem in der aktuellen Lage helfen. Identifizierbar sind die Empfänger über die Steuer-ID. Das Team bestand aus bis zu 80 Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Themenbereichen. Von Freitagabend bis Sonntagnacht haben alle zusammen an dem Projekt gearbeitet. Der Austausch erfolgte über das Chat-Tool Slack und über den Tag wurden alle 2 Stunden Zoom Webmeetings abgehalten, um die weiteren Vorgehensweisen abzustimmen. Es war förmlich zu spüren, dass dieses Projekt jedem am Herzen liegt. An Schlafen oder Essen war kaum zu denken. Alle Mitstreiter waren sehr positiv eingestimmt und sehr glücklich, etwas tun zu können. Ein Beitrag, der jedem in Deutschland in dieser schwierigen Zeit helfen kann. Aus diesem Projekt sind folgende Ergebnisse entstanden: Name „Basiseinkommen“, ein Vorhaben „Wir gegen Covid-19“, bedingungsloses Basiseinkommen für alle Menschen in Deutschland, schnell, ohne Rückzahlung, ohne Bedarfsprüfung.